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Martinshorn und Hosenstiefel


Reges Treiben herrschte an einem Februar-Mittwoch in der Priener Feuerwehr. Grund dafür war nicht, dass die Leitstelle zu vielen Einsätzen rufen musste. Die neu- und wissbegierigen Vorschulkinder des Waldorfkindergartens klopften an die Tür.

Die Besichtigung erfüllte sicher dem/der ein oder anderen einen großen Wunsch, denn Feuerwehrmann/-frau steht nach wie vor ganz oben auf der Hitliste kindlicher Traumberufe. Das große Staunen begann schon beim Blick in die Garderobe, wohlsortiert waren dort die persönlichen Einsatzausrüstungen mit den je nach Einsatz verschiedenen Helmen zu betrachten. Beeindruckt zeigten sich die Kinder besonders von den Hosen-Stiefel-Kombinationen, die aus Gründen der Zeitersparnis zusammengesteckt am Haken hingen. Wohl Jeder kennt den Turm neben einem Feuerwehrgebäude. Nun aber wurde das Geheimnis um dessen Inhalt gelüftet – nach jedem Einsatz werden dort die Schläuche zum Trocknen ausgerollt aufgehängt, nachdem sie in einer Waschstraße gesäubert wurden. Die ganze Aufregung ließ bald die Mägen knurren, Zeit, die mitgebrachte Brotzeit im Schulungsraum zu verspeisen. Weiter ging es mit einem Blick in Übungs- und Kriechraum, wo die Männer regelmäßig für den Einsatz üben. Das durch Lichteffekte und eine Nebelmaschine imitierte Feuer und der Rauch brachten die Kinderaugen zum Leuchten, bevor das unumstrittene Highlight des Tages anstand – die Möglichkeit zum ausgiebigen und genauen Inspizieren und Probesitzen in einem echten Einsatzfahrzeug.

Dass dieser Vormittag zu einem besonderen, wenn nicht gar unvergesslichen Ereignis wurde, ist wohl unumstritten. Was man nicht weiß, ist, vor wie vielen Kinderbettchen am Abend Hosenstiefel auf ihren Einsatz am nächsten Morgen warteten.