Der Waldorfkindergarten bedankt sich herzlich!
Der Waldorfkindergarten bedankt sich herzlich!

 
 
 

 
 
 

Priener Marktblatt Juni 2017

Vorschulkinder bei der Feuerwehr


 
 
 

Priener Marktblatt Februar 2017

Tag der offenen Tür im Waldorfkindergarten


 
 
 

Priener Marktblatt Nov. 2016


Zum Vergrößern bitte auf Artikel klicken
Zum Vergrößern bitte auf Artikel klicken
Zum Vergrößern bitte auf Artikel klicken
 
 
 

OVB vom 21.11.16

„dm“ hilft Kindergarten

Prien – Isabella Weber, stellvertretende Geschäftsleiterin der „dm“-Filiale Prien, las von dem Wasserschaden und der Sanierung im Waldorfkindergarten Prien in der Chiemgau-Zeitung und wollte helfen.

Da der Kindergarten zur Stammkundschaft zählt, war es naheliegend, einen Warengutschein aus zustellen. Geschäftsleiterin Sandra Dangl unterstützte diese Idee. Erzieherin Madeline Maier und Kinderpflegerin Sabine Bauer von der Dornröschengruppe, die lange auf ihre Räume verzichten musste, konnten dankbar ihre Einkaufswägen mit Bioartikeln und Putzmitteln im Wert von 500 Euro füllen.

 
 
 

Vorschulkinder des Waldorfkindergarten-Prien e.V.

Zu Besuch beim Schmied

Empfangen mit dem Klang des Eisens, traten Vorschulkinder ein,
staunend, raunend, forschend fragend, in die Schmied‘ am Mühlbächlein.
Funken sprühend, rotgold glühend, hämmert auf den Amboss dort
der Schmied Herr Mühlrad, und ergreift zuerst das Eisen, dann das Wort.
Balgen blasen, Flammen sausen, klingend klopft der Hammer platt
das Rundgestänge für die Kinder, zum Andenken ein herbstlich Blatt.

 
 
 

OVB vom 14.11.2016

St. Martin kam zu den Kindern

Der Martinszug des Waldorfkindergartens Prien blieb glücklicherweise von Schnee und Regen verschont.

Kinder und Eltern starteten in Trautersdorf und zogen durch den Wald zu einer Wiese in der Nähe des Prien-Ufers. Während der Wanderung wurden Martinslieder angestimmt. Als St. Martin auf seinem Pferd aus der dunklen Nacht geritten kam und grüßend im leuchtenden Halbkreis der Laternen einige Runden ritt, war dies der Höhepunkt des Umzuges.

 
 
 

© OVB vom 18.10.2016

Dornröschengruppe wieder zu Hause

WASSERSCHADEN IM WALDORFKINDERGARTEN BEHOBEN

Es waren keine 100 Jahre in einem Turm, wie für das Mädchen im gleichnamigen Märchen, aber immerhin eineinhalb Jahre im Dachgeschoss: So lange mussten die Mädchen und Buben der Dornröschengruppe des Waldorfkindergartens warten, bis sie nun wieder in ihre Räume im Anbau des Hauses einziehen konnten. Ein Wasserschaden hatte ihn unbewohnbar gemacht.
Prien – Als das erste Mal Putz von der Wand bröckelte, war das für Kinder und Erwachsene gleichermaßen ein böses Erwachen. Denn der Anbau mit dem markanten, halbkugelförmigen Dach und der geschwungenen Mauer außen herum gehörte da schon 15 Jahre zum Priener Waldorfkindergarten.
So lange dauerte es, bis ein Konstruktionsfehler zu offensichtlichen Schäden führte. Um die Bodenplatte herum waren 1999 Holzteile verbaut worden. Die ließen im Laufe der Jahre immer mehr Grund- und Regenwasser durch, das langsam und lange unbemerkt in die Wände kroch. So schilderte Andrea von Hoermann jetzt rückblickend im Gespräch mit der Chiemgau-Zeitung die Ursache für den letztlich umfangreichen Wasserschaden. Sie ist in der fünfköpfigen Vorstandschaft des Trägervereins für die Finanzen zuständig.
Das Ausmaß der Schäden war so groß, dass über längere Zeit intensiv und auch im Dialog mit den Eltern die Frage diskutiert wurde, den Anbau komplett abzureißen und ihn neu zu bauen. Letztlich war diese radikale Lösung mit geschätzten 400 000 Euro aber doch zu teuer. Nach so langer Zeit Schadenersatzforderungen an den Architekten zu stellen, um zumindest einen Teil der Kosten zu decken, hatte sich schnell als hoffnungsloses Unterfangen herausgestellt.
Die Sanierung, auf die sich am Ende alle Beteiligten verständigten, war auf 235 000 Euro veranschlagt. Und sie gelang, ohne von den Eltern beziehungsweise knapp 90 Mitgliedern des Trägervereins eine Sonderumlage fordern oder die Gebühren erhöhen zu müssen, die etwas höher sind als in den anderen örtlichen Kinderbetreuungseinrichtungen.
Von Hoermann studierte ungezählte Stunden Gesetzestexte, Bauvorschriften und andere komplizierte Regularien, um zum Beispiel ausschließen zu können, dass Zuschüsse der öffentlichen Hand aus der Zeit des Neubaus vor 17 Jahren zum Teil zurückgezahlt werden müssen, weil sich durch die Sanierung Berechnungsdaten für die Höhe der Zuschüsse, wie zum Beispiel Flächenangaben ändern. Und Carmen Dettendorfer, die Spendenbeauftragte, putzte bei vielen möglichen Unterstützern Klinken. Es gelang ihr, eine ganze Reihe von Spenden zu akquirieren. Die zwei größten Beträge steuerten die Stiftung der Software AG und die Ikea-Stiftung bei, bilanzierte sie und ergänzte, dass weitere, anthroposophisch ausgerichtete Stiftungen Geld zugeschossen haben.
Markt Prien gewährte Zuschuss von 100 000 Euro
Der größte Brocken kam vom Markt Prien, der einen Investitionskostenzuschuss von 100 000 Euro überwies. Und neben der finanziellen sind die Verantwortlichen auch für die fachliche Unterstützung der Gemeinde beim Weg durch den Paragrafendschungel dankbar, allen voran Ordnungsamtsleiter Andreas Friedrich, betont von Hoermann.
Neben dem Kostendruck war die Sanierung auch zeitlich in ein enges Korsett gepresst, denn das Landratsamt Rosenheim hatte für das Ausweichquartier im Dachgeschoss nur eine befristete Betriebserlaubnis bis einschließlich August dieses Jahres erteilt – aus Platzgründen. Denn die Übergangsräume waren kleiner und für jedes Kind ist gesetzlich eine bestimmte Quadratmeterzahl vorgeschrieben. 75 Mädchen und Buben gehen in den Waldorfkindergarten in drei Vormittags- und einer Nachmittagsgruppe. Und die Einschränkungen betrafen nicht nur die Dornröschenkinder, denn auch Toiletten mussten vorübergehend gesperrt werden, ebenso ein größerer Nebenraum, der vorwiegend zum Basteln genutzt wird.
Bereits im Januar wurde begonnen, den Anbau zu entkernen, Möbel mussten entsorgt werden, denen der Schimmel zugesetzt hatte. Im März fing die eigentliche Sanierung an. Das Erdreich um den Anbau musste komplett ausgegraben werden, um die wasserdichte Verkleidung anbringen zu können. Zusätzlich wurde die Bodenplatte angehoben, sodass eine Art Wanne entstanden ist.
Jetzt sind alle froh, dass die Arbeiten pünktlich bis zum Auslaufen der befristeten Erlaubnis für das Ausweichquartier beendet werden konnten, allen voran Kindergartenleiterin Sabine Hertkorn und ihr Team, die sich mit den Kindern wegen der Großbaustelle mit Einschränkungen arrangieren musste.
Jetzt sind nur noch kleinere Restarbeiten zu erledigen, zum Beispiel die endgültige Ausgestaltung der Außenanlagen mit Zaun und Bepflanzung. Dafür hoffen Vorstand und Kindergartenteam auf die weitere Unterstützung aus der Elternschaft und von Gönnern, um auch Mobiliar und Drumherum wieder vervollständigen zu können, ohne den selbst gesteckten Kostenrahmen zu überschreiten.

 
 
 

Priener Marktblatt 15.10.2016


 
 
 

OVB 24.05.2016

Priener Wasserrad UG zu Gast am Frühlingsfest des Waldorfkindergartens

Prien – Die Mädchen und Buben im Waldorfkindergarten und in der Waldorfschule können sehen, wo der Strom herkommt. Genutzt wird die gewonnene Energie vor Ort: in der Schule selbst.

Vor ihrer Tür dreht sich seit einiger Zeit ein Wasserrad. Nach seiner Inbetriebnahme ist nun auch das Umfeld mit einer Blutpflaume, einer Forsythie und einem Haselnussbaum fertig.

Denn das Wasserrad wurde speziell für die regionale, ökologische und nachhaltige Energiegewinnung konzipiert. Angestoßen und verwirklicht hat das Projekt die Priener Wasserrad UG, die derzeit aus 20 Gesellschaftern besteht. Einer davon, Herbert Langmann, ging vor circa zwei Jahren auf den Priener Waldorfkindergarten zu, auf dessen Grundstück das Wasserrad errichtet werden sollte. Der Eigner sollte vom Bau überzeugt werden. Gern stimmte der Kindergarten dem Vorhaben zu und erhielt kürzlich als Dankeschön zwei symbolische Anteile an der Wasserrad UG.

Nach der Einweihung des Wasserrades im Januar wurde nun auch der Bereich rund um das Mini-Kraftwerk fertig gestaltet. Blutpflaume, Forsythie und Haselnuss hatten die Mädchen und Buben aus dem Kindergarten aus dem eigenen Vorgarten beigesteuert und gemeinsam umgepflanzt. Herbert Langmann und Anton Stefanutti von der Wasserrad UG übergaben jetzt eine Spende.

Das Wasserrad, das für eine jährliche Leistung von circa 40 000 Kilowattstunden konzipiert ist, hat schon jetzt so viel Strom erzeugt, wie vier Drei-Personen-Haushalte im Jahr benötigen.

Fertig gestaltetist nun auch das Umfeld des Wasserrades im Bereich zwischen dem Waldorfkindergarten und der Waldorfschule. re
© OVB

 
 
 

Priener Marktblatt 13.05.2016


 
 
 
 

Priener Marktblatt 15.02.2016

Dankesschön an mitwirkende Helfer


 
 
 
 

OVB 13.02.2016

Weichen für Sanierung gestellt

WASSERSCHADEN IN ANBAU DES WALDORFKINDERGARTENS

Nicht abreißen und neu bauen, sondern sanieren will der Trägerverein den Anbau des Waldorfkindergartens in Prien. Gegenüber der Chiemgau-Zeitung sagte Andrea von Hoermann vom Vorstand, dass alles andere als eine Instandsetzung zu teuer wäre. Vor rund einem Jahr hatte der Trägerverein eine böse Überraschung erlebt: Ein Wasserschaden trat im Anbau auf, die Dornröschengruppe musste aus- und notgedrungen in das Haupthaus umziehen.

Prien – Über Monate hinweg hatten die Mütter und Väter im Trägerverein die Frage diskutiert, den schwer angeschlagenen Anbau „nur“ zu sanieren oder doch abzureißen und dann neu zu errichten. Die Tendenz ging in Richtung der teuren Lösung. Dann aber kam die Ernüchterung: Ein Abbruch und ein Ersatzbau, so die Erkenntnis, die sich einstellte, waren nicht zu finanzieren. Und dann fiel in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung die Entscheidung so, wie sie fallen musste: Einstimmig beschlossen die Mitglieder, wie Hoermann berichtet, eine Grundsanierung vorzunehmen.
Drei Konzepte hatte die Vorstandschaft ausgearbeitet. Die Zahlen: Ein Abriss und Neubau mit einem Erdgeschoss – so wie bisher – hätte über 400 000 Euro gekostet. Hätte der Trägerverein dann auf das Parterre noch ein Stockwerk draufgesetzt, dann wären die Ausgaben gar auf über 600 000 Euro gestiegen. Und der private Trägerverein hätte wohl weder in dem einen noch in dem anderen Fall, wie das Vorstandsmitglied die Erkundigungen, die man einholte, zusammenfasste, öffentliche Zuschüsse bekommen. Die Kosten einer Grundsanierung betragen schätzungsweise hingegen „nur“ 235 000 Euro. Und in diesem Fall erwartet der Verein nun auch, dass ihm der Markt Prien unter die Arme greift.
Ein Neubau sei an den Kosten gescheitert, macht von Hoermann kein Hehl aus den finanziellen Zwängen. Aber auch zeitlich wäre er gar nicht möglich gewesen. Denn der Betreiber des Kindergartens hat vom Landratsamt eine Ausnahmegenehmigung erhalten, die Dornröschengruppe im Dachgeschoss des Haupthauses vorübergehend unterzubringen. Diese Erlaubnis endet jedoch im August – und bis dahin wären ein Abriss und ein Neubau nie und nimmer möglich gewesen. Über ein Jahr wären für die Arbeiten zu veranschlagen gewesen, Notlösungen wie etwa die vorübergehende Unterbringung in einem Container hätten angedacht werden müssen – was aber nicht wirklich im Interesse des Kindergartenbetreibers gelegen wäre.

Sanierung kostet voraussichtlich 235 000 Euro
Nachdem die Mitglieder die Weichen für eine Sanierung gestellt haben, folgt nun, wie Hoermann weiter berichtet, die Ausschreibung. Im Frühjahr – im März – will der Trägerverein dann mit den Sanierungen beginnen. Und im August damit fertig sein, sodass dann die Dornröschengruppe, wenn die Aufenthaltsgenehmigung im Haupthaus abläuft, pünktlich zum Start in das neue Kindergartenjahr dann wieder in ihre alte Unterkunft einziehen kann.


Wenn die im Vorfeld ermittelten Zahlen dann tatsächlich eintreten, dann sind für die Sanierungsarbeiten im Anbau insgesamt 235 000 Euro zu berappen. Von Hoermann freut sich und sagt, dass der Trägerverein 100 000 Euro vom Markt Prien erhalte. Die Bewilligung sei bereits erfolgt. [...]

Nach Abzug der 100 000 Euro bleiben noch 135 000 Euro zu finanzieren. Von Hoermann ist „sehr zuversichtlich“, wie sie sagt, 80 Prozent dieser Summe von fünf oder sechs Stiftungen zu erhalten, die der Trägerverein in der nächsten Woche anschreiben wolle. Von anthroposophisch ausgerichteten Stiftungen erwartet sie sich eine große finanzielle Unterstützung.
20 Prozent von 135 000 Euro oder umgerechnet 27 000 Euro muss der Verein, wenn seine Rechnung aufgeht, am Ende aus der eigenen Tasche nehmen. Und das Vorstandsmitglied ist auch in diesem Fall sehr optimistisch, dieses Ziel zu erreichen. Denn in den vergangenen Monaten habe der Verein schon kräftig die Werbetrommel gerührt und insgesamt bereits 18 000 bis 19000 Euro an Spenden gesammelt.
[...]
Der Trägerverein habe sich eine Rechtsauskunft eingeholt, die am Ende aber ernüchternd ausgefallen sei. Schadensersatz zu bekommen, so die Aussage des Anwaltes, sei „nahezu aussichtslos“. Gleichwohl habe der Trägerverein nach wie vor die Möglichkeit, eine Klage einzureichen.

Im Anbau des Waldorfkindergartens ist vor rund einem Jahr ein Wasserschaden aufgetreten. Der Trägerverein hat jetzt die Weichen für eine Sanierung gestellt. Pültz © OVB

 
 
 
 

Priener Marktblatt und Samerberger Nachrichten vom 05.02.2016

Danke Volks & Raiffeisenbank Prien!


 
 
 
 

Dankeschön an die Sparkasse

 
 
 

Priener Marktblatt

Artikel vom 15.11.2015

 
 
 

Chiemgau-Zeitung

Sanierung oder Neubau?

Artikel vom 05.11.2015

Sanierung oder Neubau

Groß ist der Wasserschaden im Anbau des Waldorfkindergartens - was auch Carmen Dettendorfer vom Trägerverein der Einrichtung feststellen muss. Foto pü © OVB


Vor einer Weichenstellung steht der Trägerverein des Waldorfkindergartens in Prien: Nach einem Wasserschaden ist der Anbau schon seit Monaten nicht mehr benutzbar. In einer außerordentlichen Versammlung wollen die Mitglieder nun Anfang nächsten Monats Nägel mit Köpfen machen. Sanierung oder Neubau lautet die Frage, die sie zu entscheiden haben.


Prien - Der Holzboden ist zum Teil entfernt, der Putz da und dort abgetragen, in der Mauer klafft ein Loch: Der Raum im kuppelförmigen Anbau, der sich an das Haupthaus anschmiegt, gleicht seit Monaten einer Baustelle. Der Trägerverein hat alles auf den Kopf gestellt, ein Baugutachter hat den Wasserschaden genau untersucht. Das Ergebnis der Nachforschungen war am Ende jedoch ernüchternd. Warum ist das Wasser in die Wände eingedrungen? Eine Antwort auf diese Frage habe der Trägerverein, wie Andrea von Hoermann vom Vorstand in einem Gespräch mit der Chiemgau-Zeitung sagte, nicht bekommen.


Diese Untersuchungen wie auch jene Überlegungen, wer denn letztlich für den Schaden haftet, muss der Trägerverein jetzt aber hintanstellen. Der Grund: Die Zeit drängt. Als der Wasserschaden auftrat, zog die Dornröschengruppe aus dem Anbau ins Haupthaus. Dort sind die Kinder nun im Dachgeschoss provisorisch untergebracht - was das Landratsamt auch genehmigte. Doch die Behörde in Rosenheim setzte dem Trägerverein eine Frist: Die Erlaubnis, den Raum im Dachgeschoss zu nutzen, ist bis August 2016 befristet. Damit ist der Trägerverein aufgefordert, bis dahin den Anbau entweder zu sanieren oder neu zu errichten.


Dornröschengruppe zog vom Anbau ins Haupthaus
Alles andere als alt ist diese Kuppel. Erst 1998 hat der Trägerverein den Anbau in Holzständerbauweise erstellt. Er griff damals tief in die Tasche, um den Betrieb des Kindergartens zu erweitern: Er schuf einen neuen Raum und eröffnete eine dritte Gruppe. Groß war die Freude - und groß war ebenso die Verwunderung, dass der Anbau jetzt schon baufällig ist.


Anfang des Jahres hat der Wasserschaden zum Handeln gezwungen. Im Januar sei, wie Hoermann zurückblickte, die Dornröschengruppe aus- und in das Haupthaus umgezogen. In den folgenden Wochen und Monaten förderten dann Untersuchungen Schritt für Schritt das ganze Ausmaß des Schadens zu Tage. Die Holzständer seien, wie sich Hoermann an die unliebsamen Überraschungen, die der Trägerverein erleben musste, erinnerte, "ganz marode" gewesen. Die Wände seien "nass" gewesen, die Feuchtigkeit sei hochgestiegen, das Mauerwerk sei "in den Händen zerfallen". Und weiter: Schimmel habe sich ausgebreitet.


Um den Schaden begutachten und vor allem auch die Frage nach dessen Ursache klären zu lassen, holte der Trägerverein einen Baugutachter mit ins Boot. Genaue Untersuchungen folgten. Und nach vielen Wochen präsentierte der beauftragte Gutachter schließlich auch genaue, aber für den Trägerverein wenig erfreuliche Ergebnisse. Kurzum: Reichlich Wasser sei in den Kuppelbau eingedrungen und habe an vielen Stellen große Schäden verursacht.


Der Trägerverein steht jetzt vor einer gewaltigen Herausforderung: Er muss den Anbau teilsanieren oder aber ihn abreißen und einen Neubau schaffen. Der eine wie der andere Weg ist jedoch sehr teuer: Die Kosten betragen schätzungsweise - wie Hoermann berichtet - 140000 Euro im einen beziehungsweise sogar 335000 Euro im anderen Fall.
Die Ausrichtung des Vorstandes: Ein Neubau ist besser als eine Sanierung. Letztlich jedoch ist die Maßnahme, die der Trägerverein ergreifen kann, allein eine Frage des Geldes - und damit eine Frage, wie viel Unterstützung dem privaten Träger der Einrichtung in den nächsten Wochen und Monaten zuteil wird.


Der Trägerverein hat bereits vor einiger Zeit eine Gruppe gebildet, die das weitere Vorgehen plant. Die Federführung in diesem Kreis liegt in den Händen von Carmen Dettendorfer - und auch und gerade sie weiß, dass vor dem Trägerverein ein finanzieller Kraftakt liegt. Der Bauschaden sei, wie sie mit Blick auf das Gutachten sagt, "immens". Und weiter: "Da wir als gemeinnütziger Verein keine entsprechende Rücklagenbildung haben, sind wir von öffentlichen Geldern - von Förderungen - wie auch Spenden und Stiftungen abhängig." Dettendorfer macht kein Hehl daraus, was passiert wenn nicht genügend Geld in die Kasse kommt: In diesem Fall müsse der Kindergarten die Zahl der Plätze "stark reduzieren".


Weil er schlicht und ergreifend ein möglichst große finanzielle Hilfe braucht, hat sich der Trägerverein schon auf die Suche nach potenziellen Förderern gemacht - zum Teil bereits mit Erfolg: Die Gemeinde Prien und deren Bürgermeister haben schon, wie Dettendorfer berichtet, "ihre Unterstützung angezeigt - worüber wir sehr dankbar sind". Nichtsdestotrotz werde ein Teil der Kosten nur über Spenden gedeckt werden können. Und so hofft sie nun auf breite Unterstützung. "Wir freuen uns über jeden Euro."


Wer helfen will, kann seine Spende auf ein Konto überweisen, das der Trägerverein eingerichtet hat:


Sparkasse Rosenheim
IBAN: DE38 7115 0000 0000 2625 84
BIC: BYLADEM1ROS
Verwendungszweck "Projekt: Wasserschaden am Anbau".


Weitere Informationen erhalten Interessierte im Internet unter www.waldorfkindergarten-prien.de.

 
 
 

Ja zu Kindergarten!

Artikel vom 21.05.2015

 

Aussenansicht Waldorfkindergarten Prien Anbau

Hinter Wand und Kuppel verbirgt sich der erdgeschossige Anbau, der wegen eines Wasserschadens gesperrt ist und abgerissen werden muss. Wie der Ersatzbau ausschauen soll, steht noch nicht fest. Der Bauausschuss hätte nichts gegen einen zweigeschossigen Anbau. Dann müsste auch die Außentreppe verlegt werden. Die Kuppel soll auf alle Fälle stehen bleiben. Foto Berger© OVB


…Ebenso einhellig hat der Ausschuss der Voranfrage des Waldorfkindergartens zugestimmt, der seinen nördlichen Anbau wegen eines Wasserschadens abreißen muss und möglicherweise einen zweigeschossigen Ersatzbau schaffen will….


Umgekehrt gab es von allen Bauausschussmitgliedern grünes Licht zum Vorbescheidsantrag des Trägervereins des Priener Waldorfkindergartens. Er will den erdgeschossigen, nördlichen Anbau abreißen und eventuell durch einen zweigeschossigen Neubau mit gleichen Grundrissmaßen ersetzen. Die Kuppel soll erhalten bleiben.


Ob das Vorhaben so realisiert wird, ist aber noch offen. Durch einen offensichtlichen Konstruktionsfehler im Boden bei der Errichtung des eingeschossigen Anbaus 1999 sei langfristig und lange Zeit unbemerkt ein Wasserschaden entstanden, erklärte Andrea von Hoermann vom Vorstand des Trägervereins auf Anfrage der Chiemgau-Zeitung. Der Anbau musste vor Monaten gesperrt werden. Die Gruppe, die dort untergebracht war, ist übergangsweise in den Mehrzweckraum im Dachgeschoss umgezogen.


Die Gewährleistungszeit ist abgelaufen, eine Sanierung des Anbaus sei nicht wirtschaftlich darstellbar, so von Hoermann mit Verweis auf ein entsprechendes Gutachten. Der Verein lote derzeit alle alternativen Möglichkeiten aus, insbesondere auch im Hinblick von Zuschüssen der öffentlichen Hand. Über Art und Umfang eines Neubaus soll endgültig die Mitgliederversammlung am 18. Juni entscheiden. Den Waldorfkindergarten neben der Waldorfschule an der Bernauer Straße besuchen 75 Kinder, verteilt auf drei Gruppen.